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Google veröffentlicht WordPress-Plugin

Google WordPress-Plugin

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, nun hat sich Google dazu entschlossen ein eigenes WordPress-Plugin für die optimierte Einbindung von AdSense-Werbeblöcken anzubieten. Der Schritt zeigt eindrucksvoll, dass WordPress mittlerweile weltweit zu dem relevanten Onlinepublishing System für kleine Blogs genauso wie für große Webportale aufgestiegen ist – und weiter wächst.

Denn, dass Google sich „die Mühe“ macht für ein CMS ein eigenes Plugin zu entwickeln ist natürlich nicht selbstverständlich, doch die weltweite Verbreitung (fast 19% aller Websites weltweit) hat dem Suchriesen offenbar in Zugzwang gebracht. Denn natürlich geht es um viel, viel Geld – da tut jeder ungenutzte Optimierungsspielraum weh.

Nun hat Google seinen WordPress-Publishern offiziell das eigens entwickelte Plugin (Beta-Phase) via Aussendung ans Herz gelegt und erhofft reichlich Feedback zu dem neuen Tool.

Das Google Publisher-Plug-in (Beta) für WordPress im Überblick

Mit dem Plugin haben Nutzer des selbst gehosteten CMS die Möglichkeit, AdSense-Anzeigen ohne Code-Modifikationen einzufügen. So lassen sich Anzeigen einfach per Mausklick an ausgesuchter Stelle positionieren ohne im Adsense-Backend Einstellungen vornehmen oder das Template manuell verändern zu müssen.

Damit soll vor allem jenen WordPress Usern geholfen werden, die ihre Templates nicht manuell angepasst haben – und das sind sicher nicht wenige.

Ein weiterer Punkt des Plugins ist die Verifizierung der eigenen Webseite bei den Google Webmaster Tools.

Die Installation ist einfach und funktioniert entweder manuell via FTP-Upload in den Ordner /wp-content/plugins oder automatisch vom WordPress Desktop aus. Aber Achtung, das Google Publisher-Plugin kann derzeit nicht für Blogs verwendet werden, die auf WordPress.com gehostet werden. Dort kann nur eine begrenzte Anzahl von Plugins gehostet werden und das Google Publisher-Plugin gehört derzeit noch nicht dazu.

Danach muss man das Plugin aktivieren, sich beim Google-Konto anmelden, das Sie für die auf Ihrer Website eingesetzten Google-Produkte verwenden (Analytics oder Adsense). Danach muss die Website überprüft werden. Wenn Sie Ihre Website davor bereits mit den Webmaster-Tools überprüft haben, müssen sie das für die Überprüfung verwendete Google-Konto verwenden, damit ist die Einrichtung dann abgeschlossen.

Google weist darauf hin, dass die Überprüfung der Website fehlschlagen kann wenn:

  • Ein WordPress-Cache-Plug-in oder ein anderes Caching-System stört den Prozess der Websiteüberprüfung.
  • Die WordPress-Konfiguration lässt die Vorgänge nicht zu, die zur Überprüfung der Website notwendig sind.

Google WordPress Plugins Screenshot

Nun sollte es also ein Kinderspiel sein, AdSense auf seiner Seite einzusetzen ohne Veränderungen am HTML-Codes vornehmen zu müssen. Doch noch ist nicht klar welche WordPress-Versionen tadellos funktionieren und welche noch Macken machen, dafür ist noch etwas Geduld notwendig.

Macken, Fehler & Versäumnisse

Vorweg, ein Blick in den Quellcode des Plugins verrät erstmal nicht wirklich etwas Böses, zumindest bei dem was sichtbar ist ;o)

Es sind allerdings schon einige Anregungen und Beschwerden im Google-Supportforum plaziert worden. So wird eine bessere Integration der AdSense Funktionen, wie zum Beispiel einer Möglichkeit zum Testen von diversen Anzeigevarianten lautstark gefordert.

Außerdem wird beklagt, dass derzeit offenbar nur der Einbau von Werbemitteln auf der primären Sidebar, nicht aber auf anderen Templates (single post, single page etc) möglich ist. Ebenfalls nicht optimal ist der Umstand, dass wenn eine Werbung via Plugin hinzugefügt wird, diese auf dem eigenen Adsense Account unter „Meine Anzeigen“ erstellt wird. Dabei ist allerdings nicht ersichtlich welche Werbung im Account welche Werbung auf der Site ist, wodurch es schwierig, jedenfalls aber zeitaufwendig ist, das Layout zu ändern.

Google selbst schreibt, dass eigenhändig in das WordPress-Template eingebaute Google-Anzeigen vorerst von Hand deaktiviert werden sollten, das soll sich wohl aber in Zukunft noch ändern.

Linktipp:

– Google Publisher-Plug-in (Beta) für WordPress (Google Plugin Seite)
– Google Publisher-Plug-in installieren (WordPress)
– Google, die eierlegende Wollmilchsau
– Thumbnails funktionieren nicht in WordPress Elegant Themes

Gründer des österreichischen Gesundheitsportals gesund.co.at mit 15 Jahren Erfahrung im Online-Publishing. Die Leidenschaft zu suchmaschinengerechter Websitegestaltung und effektive SEO für Redakteure, Autoren und PR-Agenturen treibt ihn an. Der Umstand, dass der Tag nur 24 Stunden hat bremst ihn ein. Kann sein Wissen daher nur wesentlich seltener weitergeben als es die Nachfrage eigentlich verlangt.

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