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Google Site Search: Suche wird kostenpflichtig

Google Site Search kostenpflichtig

Was zu einem längst liebgewonnen Tool vieler Webmaster geworden ist, wird es in Zukunft so nicht mehr geben. Google schaltet nämlich die Web Search API – also jene Schnittstelle mit deren Hilfe die Google-Suche auf der eigenen Website genutzt werden konnte – zum 29. September 2014 endgültig ab. Die Einstellung des Dienstes war bereits 2010 angekündigt worden, insofern kommt die Abschaltung nun nicht wirklich überraschend.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, nicht die herkömmliche Google-Suche auf der Google-Website wird kostenpflichtig, sondern jene Suchen die auf anderen Seiten mit Hilfe der Google-Technologie (eben Site Search) durchgeführt werden. Google hat vor einigen Jahren seine Suchtechnologie auch anderen Webseitenbetreibern zur Verfügung gestellt und dafür die Google Web Search Api angeboten.

Dadurch konnten Seitenbetreiber ihren Besuchern die bewährte Google-Suche auf ihrem eigenen Onlineprojekten anbieten und Suchergebnisse abrufen lassen, die im Wesentlichen denen auf Googles eigenen Seiten ähnelten. Der Schritt war für Webseitenbetreiber wie für den Suchkonzern von Nutzen – Google konnte weiter Reichweite steigern, die Publisher konnten ihren Besuchern eine hohe Qualität bei den Suchergebnissen liefern. Doch damit soll nun endgültig Schluss sein.

Googles nächster Monetarisierungsschritt

Wie bereits beim Google Analytics-Dienst wird es ab sofort ein neues Angebotsmodell geben: die Google Custom Search API. Diese wird Webmaster und Websitebetreibern in zwei Varianten angeboten, einer kostenlosen und einer eine kostenpflichtigen Lösung.

Erstere gilt für bis zu hundert Suchanfragen pro Website täglich, die kommerzielle Variante weist folgendes gestaffeltes Preismodell auf:

Limit für Suchanfragen (jährlich) Preis (jährlich)
20.000 100 US-Dollar
50.000 250 US-Dollar
150.000 750 US-Dollar
500.000 2000 US-Dollar
Über 500.000 auf Anfrage

Der Konzern betont, dass in der Bezahlversion keine Werbeeinblendungen erfolgen, vermutlich gibt es aber für Google Adsense-Kunden eine Wahlmöglichkeit, schließlich bedeuten Werbeeinblendungen in diesem Fall potenziellen Umsatz.

Was bedeutet das für Webmaster?

Webmaster, die kein Geld berappen wollen und selbst nicht am Adsense Programm teilnehmen können derzeit nur auf die Bing-Api als – qualitativ halbwegs vergleichbare – Alternative zurückgreifen. Alle anderen müssen die Anzahl der täglichen Abfragen via Google Analytics checken und gegebenenfalls in den sauren Apfel beissen. Es sei aber darauf hingewiesen, dass lokale Firmenwebsites nur selten über hundert Suchabfragen pro Tag kommen, deshalb berührt diese Änderung hauptsächlich Betreiber von Webportalen und natürlich Onlineshops.

Linktipp:

– Google is retiring the Web Search API
– Preise für Google Site Search
– Anmeldung für Google Site Search
– Bing-Such-Api
– So bewerten Google’s Prüfer Webseiten

Gründer des österreichischen Gesundheitsportals gesund.co.at mit 15 Jahren Erfahrung im Online-Publishing. Die Leidenschaft zu suchmaschinengerechter Websitegestaltung und effektive SEO für Redakteure, Autoren und PR-Agenturen treibt ihn an. Der Umstand, dass der Tag nur 24 Stunden hat bremst ihn ein. Kann sein Wissen daher nur wesentlich seltener weitergeben als es die Nachfrage eigentlich verlangt.

Veröffentlicht unter Suchmaschinenoptimierung (SEO)